Gewiss, James Cook ist auf jeder Südsee Kreuzfahrt ein vertrauter Reisegefährte. Aber auf einer Alaska Kreuzfahrt hätten sie das britische Entdeckungsgenie wohl doch nicht erwartet. Doch unzweifelhaft, er ist's. In voller Größe und in Bronze blickt er hinaus auf See und kehrt Anchorage den Rücken zu. Vielleicht zeigt er den Menschen von Anchorage die kalte Schulter, weil er hier, im Cook Inlet, 1788 vergeblich nach der sehnsüchtig gesuchten Nordwest-Passage forschte. Cook war nicht der erste Weiße, der an der Südküste Alaskas mit den Indianern und Eskimos Handel trieb. Russische Pelzhändler feilschten bereits vor dem Auftritt des Seebären um Felle und Pelze. Alaska war ja russisch, bis der Zar das offenbar nutzlose Land 1867 für ein Spottgeld an die Amerikaner verkaufte. Die Kremlherren raufen sich wohl heute noch die Haare. Aber schon die Zaren selbst merkten, welchen Fehler sie begangen hatten: Neunzehn Jahre nach dem Handel fand man Gold in Alaska. Ein gewaltiger Boom begann.

Es dauerte eine Weile, bis Anchorage vom Goldrausch profitierte. Erst 1915 fand es seinen heutigen Platz. Die Häuser aus jenen Pioniertagen sind nunmehr die Attraktion der Alaska-Metropole. 280000 Menschen leben hier - das ist rund die Hälfte aller Bewohner dieses größten US-Staates. Die junge Stadt ist nicht überreich gesegnet mit touristischen Sehenswürdigkeiten, aber sie wuchert geschickt mit ihren Pfunden. Aber die wahren Reize sind außerhalb der Stadtgrenzen zu bewundern. Die Stadt liegt inmitten einer Wildnis. Anchorage macht es einem aber leicht, diese Schönheiten zu sehen, sei es per Wasserflugzeug, per Heißluftballon oder auf vielfältig angebotenen Touren per Eisenbahn, Bus oder Schiff. Ziel vieler Exkursionen sind die Eisberge und Gletscher in der Umgebung, die teils von der Straße, teils nur von See her erreichbar sind, beispielsweise die Eisfelder, die in den Prince William Sound münden und mit explosionsartigem Getöse zerbersten. Holiday on Ice mitten im Sommer- das ist auch für welterfahrene Kreuzfahrer auf einer Alaska Kreuzfahrt eine echte Rarität. Kreuzfahrtschiffe laufen Anchorage auf einer Alaska Kreuzfahrt nicht direkt an sondern nutzen die Häfen von Seward und Whittier.
Sportfischen, Gletscher- oder Naturerkundungen, Wanderungen, Kajaktouren, Segeln, Rundflüge, Hundeschlittenfahren, Skiwanderungen oder Fahrten mit dem Schneemobil - dies sind nur einige der zahllosen Möglichkeiten, den Landgang auf einer Alaska Kreuzfahrt in Seward zu gestalten. Alternativ bietet sich ein Streifzug durch das historische Stadtzentrum mit seinen Holzhäusern und malerischen Geschäften an. Seward ist im so genannten´"Borough Kenai Peninsula" gelegen und wird von den majestätischen Kenai Mountains an der Resurrection Bay umrahmt. Herzstück des Kenai-Fjord-Nationalparks (durch Ausflugsschiffe erkundbar) ist das Harding-Eisfeld, das sich in alle Himmelsrichtungen erstreckt, mehr als 30 Gletscher bildet und sich seit der letzten Eiszeit auf über 60 km Länge und 28 km Breite in die Kenai Mountains gegraben hat.
Für Alaska Kreuzfahrten ist Seward im Prinzip der Hafen der Stadt Anchorage. Auf Seward.com finden Sie wichtige Informationen für Ihre Reiseplanungen.
Der Hafen von Whittier ist das ganze Jahr eisfrei und somit für Alaska Kreuzfahrten von großer Bedeutung. Die winzige Stadt liegt am Prince William Sound und ist von Bergen und Gletschern umgeben. Sie hat einen Großteil ihrer heutigen Infrastruktur Regierungsprojekten im 2. Weltkrieg zu verdanken. So ist der kleine Ort Whittier mit seinen rund 300 Einwohnern auch vor allem wegen seiner malerischen Lage einen Besuch wert. Whittier wird meist als Basis für Ausflüge in die Natur Alaskas genutzt. Tierbeobachtungen oder Gletscherbesichtigung gehören zu den Attraktionen der Gegend ebenso wie Kajaktouren im Prince Wiliam Sound.